Links und Textgestaltung

Verweise oder Links sind das Kernstück einer jeden Website. Ohne sie würde das Internet nicht existieren. Im folgenden Artikel geht es darum, wie man die Texte richtige formatiert und Verweise korrekt einsetzt.

Links müssen als solche erkennbar sein. Die häufigste Art ist, Links unterstrichen und in anderer Farbe als der restliche Text darzustellen. Verwende am besten auch verschiedene Farben für besuchte und noch nicht besuchte Links, damit sich deine Besucher besser orientieren können, wo sie bereits waren. Die Standardfarben sind hierfür: Blau für nicht besuchte und Violett für bereits besuchte Links. Bei dieser Farbwahl finden sich auch Anfänger leicht zurecht.

Markiere Links, die zu anderen Websites führen (-> externe Links) auch als solche. Der Besucher hat ein Recht darauf, zu erfahren, wann bzw. ob er dein Angebot verlässt.

Vermeide wenig aussagekräftigen Begriffe für deine Links wie z.B.: "Sie finden hier weitere Informationen", sondern achte immer darauf, dass der Linktext zweifelsfrei beschreibt, wohin der Verweis führt. Beispiel: "Auf der nächsten Seite finden Sie weitere Informationen."
Ein aussagekräftiger Titel hilft dem Besucher auch, einzuschätzen, was ihn nach dem Klick erwartet. Wenn man immer woanders hinkommt, als man sich eigentlich vorgestellt hat, kann das mitunter sehr verwirrend sein.

Du solltest im Link-Text nicht erklären, dass es sich um einen Link handelt ("Klicken Sie..."). Wenn du die Verweise richtig gekennzeichnet hast, ist das unnötig und stört höchstens.

Verwende keine Webseiten, die nur darauf hinweisen, dass sich dieser Teil der Website noch im Aufbau befindet. (-> Baustellen-Seiten) Es ist ärgerlich, wenn man dauernd auf solche Seiten stößt und immer wieder den Zurück-Button klicken muss. Außerdem wirkt es ziemlich unprofessionell, wenn man immer davon redet, wie toll die Seite irgendwann noch werden soll. Wenn du ein bestimmtes Thema noch nicht erstellt hast, lass es lieber weg oder weise kurz darauf hin, dass in Kürze weitere Infos folgen werden. So wird der Besucher neugierig gemacht und besucht deine Seite möglicherweise in naher Zukunft erneut.

Generell gilt: Nur vollständige Seiten haben etwas im Internet zu suchen! Also lieber einige Zeit länger mit dem alten Design präsent sein, als die Besucher tagelang mit einem neuen, aber fehlerhaften Design zu quälen!

Textgestaltung

Der Text sollte - genau wie das Design - nicht allzu bunt ausfallen, sich aber dennoch vom Hintergrund abheben. Benutze Farben nur zur Gliederung oder Strukturierung der Textabschnitte und nicht als Schmuck. Beispiel:


Rechts wirkt die Farbwahl recht wahllos und verwirrend. Das helle Orange ist nur schlecht sichtbar. Links werden die Farben dagegen zur Einteilung der Abschnitte benutzt. Die Schrift ist immer deutlich auf dem weißen Hintergrund zu sehen.

Ein paar Webmaster begehen den Fehler, ein interessantes Bild oder eine aufwendig gestaltete Grafik als Hintergrundbild einzustellen. Das sieht vielleicht auf den ersten Blick recht schön aus, wirkt aber unprofessionell und schadet oft vor allem der Leserlichkeit des Textes. Aus diesen Gründen wirst du auf so gut wie keiner populären Website irgendwelche Grafiken hinter Texten finden. Der Text wird immer auf einer einheitlichen Hintergrundfarbe angezeigt. (Standard ist schwarzer Text auf weißem Hintergrund)

Schwer lesbare Textabschnitte werden sowieso von den meisten Besuchern übersprungen. Ein Großteil der Surfer ist lesefaul und hat generell wenig Zeit. Für alle ohne Flatrate lautet das Motto im Internet immer noch: "Zeit ist Geld!". ...Und die Konkurrenz ist oft nur einen Klick entfernt!

In der Kürze liegt die Würze: Teile deinen Text in kleinere Abschnitte ein und halte dich an maximal zwei Bildschirmseiten pro Artikel. Eine kurze Textlänge fördert die Konzentration beim Lesen. Des Weiteren lassen sich knappe Absätze leichter nach Schlüsselwörtern durchsuchen. Im Internet hat sich eine neue Lesetechnik entwickelt, bei der man unwichtige Absätze überspringt um schneller an wichtige Informationen zu kommen. (-> Scanning) Dies kannst du unterstützen, indem du Stichwörter durch Fettung (HTML-Tag: <b>) oder durch unterstreichen (HTML-Tag: <u>) hervorhebst.

Auswahl der Schriftart (-> Typographie)

Im Internet gibt es viele Seiten, auf denen kostenlose Schriftarten (-> Fonts) angeboten werden. Viele dieser Schriften sehen toll aus und würden sich hervorragend zum Ausschmücken von Websites anbieten. Aber Vorsicht: Nur wer die Schriftart auch auf seinem PC installiert hat, kann den Schriftzug sehen! Bei allen anderen (und das werden mindestens die Hälfte sein) wird die Standardschrift des Browsers angezeigt. Kein Besucher würde sich extra für deine Seite eine spezielle Schriftart herunterladen und installieren. Als Webmaster musst du dich den Besuchern anpassen, denn die Mehrzahl der Besucher hat keine Lust, sich deiner Seite anzupassen. Beschränke dich deshalb auf die drei Standartschriftarten Arial, Courier New und New Times Roman. Nur bei diesen kannst du - zumindest halbwegs - sicher sein, dass sie auf allen PCs korrekt angezeigt werden.

Falls du dennoch besondere Schriftarten einsetzen willst, kannst du diese als Bilddateien abspeichern. Das lohnt sich natürlich nur für Überschriften oder kleinere Textabsätze, da die Ladezeit von Bilder im Vergleich zu Texten deutlich höher ist. Außerdem zieht dann jede Textänderung einen erheblichen Arbeitsaufwand nach sich.

Kostenlose Schriftarten - Eine kleine Linkliste

Wer dennoch mit Schriftarten arbeiten möchte, findet hier eine kleine Liste kostenloser Font-Seiten. Natürlich können auch hier bei weitem nicht alle Seiten aufgeführt werden. Ich hoffe jedoch, die interessantesten erwähnt zu haben. Über weitere Links per E-Mail würde ich mich sehr freuen.
Die heruntergeladenen Schriftarten kopierst du einfach in den Ordner "Fonts" im Windows-Systemordner.

1001fonts.com
1001freefonts.com
Myfonts.com
Abstractfonts.com
Acidfonts.com
Dafont.com
Fontasy.de
FontBoard.de (Forum rund um Fonts)
Fontempire.com
Fonts.com
Fontseek.com
Fontshop.de
Fontworld.net
Gimmefonts.com
Identifont.com
Microsoft Fontpack
Myfonts.com
Picrave.com
Simplythebest.net
Winfonts.com

Font-Tools

Es gibt auch Programme, mit denen du eigene Schriftarten entwerfen kannst. Eines der besten Programme dieser Art ist Suitcase. Das Programm kannst du 30 Tage kostenlos testen, die Vollversion kostet ca. 100$. Mit dem kostenfreien Programm Printers Apprentice können Schriften verwaltet werden. So behältst du selbst bei hunderten Schriften den Überblick. (weitere Programme siehe Kostenlos Tools zur Weberstellung)

©2005-2006 Sven Kammerer, Erfolgswebmaster.de